Baustoffrecycling: Teil der Kreislaufwirtschaft

Die Initiative „Kreislaufwirtschaft Bau“ der deutschen Bauwirtschaft veröffentlicht als Branchenverbund alle zwei Jahre auf Basis der Informationen des Statistischen Bundesamtes die aktuellen Daten über Aufkommen und Verbleib mineralischer Bauabfälle und Baustoffrecycling-Quoten.

Aufkommen und Verbleib mineralischer Bauabfälle

In Deutschland fielen im Jahr 2016 laut aktuellem Monitoring-Bericht der Initiative „Kreislaufwirtschaft Bau“ 58,5 Mio. Tonnen Bauschutt und 16,0 Mio. Tonnen Straßenaufbruch an, die zu Recyclingbaustoffen aufbereitet wurden. Die Recyclingquote lag im Jahr 2016 für Bauschutt bei 77,7 % und für Straßenaufbruch bei 95,4 %. Insgesamt erreicht Deutschland damit eine Verwertungsquote für Bau- und Abbruchabfälle von 89,8 %.

Der Gesamtbedarf an Gesteinskörnungen in der Bauwirtschaft betrug 2016 laut Aussage des Bundesverbands Baustoffe – Steine und Erden e. V. 566,5 Mio. Tonnen. Mit einem Anteil von 12,7 % konnten Recyclingbaustoffe einen signifikanten Teil dieses Bedarfs abdecken und damit zur Ressourcenschonung von Kies und Sand sowie Natursteinen beitragen.

RC-Baustoffe als Gesteinskörnung im Bau: Hoher Anteil

Herkunft der Gesteinskörnung für die Bauwirtschaft (Datenquelle: Kreislaufwirtschaft Bau, Mineralische Bauabfälle Monitoring 2016, Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden e. V., Berlin, Dezember 2018)

Einsatz von RC-Baustoffen anteilig nach Erdbau, Straßenbau, Asphalt- und Betonherstellung

Recyclingbaustoffe nach Art der Verwertung (Datenquelle: Kreislaufwirtschaft Bau, Mineralische Bauabfälle Monitoring 2016, Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden e. V., Berlin, Dezember 2018)

Entwicklung seit 2006

Recyclingbaustoffe: Entwicklung der Produktionsmengen

Entwicklung der Produktionsmengen von Recyclingbaustoffen (Datenquelle: Kreislaufwirtschaft Bau, Mineralische Bauabfälle Monitoring der Jahre 2006 bis 2016, Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden e. V., Berlin)

Initiative „Kreislaufwirtschaft Bau“

„Kreislaufwirtschaft Bau“ ist eine Initiative der Baustoffindustrie, der Bauwirtschaft sowie der Entsorgungswirtschaft, die sich seit 20 Jahren mit der Förderung geschlossener Stoffkreisläufe im Bausektor befasst. Die mineralischen Bauabfälle, der größte Stoffstrom innerhalb der deutschen Abfallbilanz, stehen dabei im Fokus.
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Fokus Mineralabfälle wie z.B. Bauschutt im Monitoring-Bericht der Kreislaufwirtschaft Bau